R81 der 3. Teil 1

Die Odyssee oder wie ein deutscher Bus wieder nach Deutschland kommt

Im ersten Teil erzähle ich die Geschichte, wie es dazu kam, den dritten  Bus zu kaufen und was alles passiert ist, bis er zugelassen war und sein “H”€ bekommen hat.

Der Ausbau kommt dann in Teil 2

Eigentlich wollte ich ja nicht noch mal einen neuen Bus ausbauen, aber wie das so ist mit den Vorsätzen.......

Ich habe das Projekt BUS der 3. mal aufgeschrieben und will es jetzt hier  nach und nach als Tagebuch ergänzen. (Für alle, die das nicht unter
www.wohnbusse.eu lesen konnten.

Nachdem der Motor vom alten Bus mangels Öl verstorben ist, habe ich erstmal  einen überholten 168 PS Motor erstanden und an die Busbedürfnisse  angepasst.
Bevor  dieser jedoch in den alten Bus eingebaut worden  ist, habe ich das Angebot aus der Schweiz im Wohnbusforum  wiederentdeckt, welches ich schon mal im Internet gesehen habe.
Also haben wir dann kurzfristig am 15.07.12 eine Besichtigungsfahrt in die  Schweiz gemacht. Als Tipp: kauft die Vignette beim ADAC oder an der  Grenze. Ich habe aus Bequemlichkeit an der Tanke 5,50 Euro mehr bezahlt!

Ich hatte mir fest vorgenommen, die rosa Brille im Auto zu lassen. Das  ging  anfangs ganz gut, aber bei der Probefahrt ist mir wohl die rosa  Brille dazwischen gerutscht. Der Bus lief so gut, wie ich es eigentlich immer  gerne gehabt hätte.
Da wir uns dann auch noch preislich einig wurden, haben wir den Bus gekauft.
Darauf folgte eine stressige Woche. Es galt in Erfahrung zu bringen, was alles getan werden muss, um ein Fahrzeug aus der Schweiz nach Deutschland zu  bringen und auch noch zuzulassen.
Es ist schon interessant. Egal wen  man fragt, es kommen immer nur Puzzle-teile dazu. Am Ende ergibt sich  daraus ein einigermaßen komplettes Bild.
Da es sich um ein deutsches Fabrikat handelt, wollte ich natürlich keinen Zoll bezahlen. Dafür war  es erforderlich, dass im Kaufvertrag ein Vermerk steht, dass es sich um  Präferenzware handelt. Interessanterweise kann das auch eine  Privatperson bescheinigen.
Dann kam die Frage nach den Kennzeichen  für ein nicht zugelassenes Fahrzeug. Wäre er zugelassen gewesen, hätte  man ihn mit der originalen Zulassung nach Hause fahren können.
Kurzzeitkennzeichen in der Schweiz kamen nicht in Frage, da hier eine Vollabnahme in CH  erforderlich gewesen wäre (ca. 500 Euro).
Wie ich nach langen  Nachforschungen erfahren habe, toleriert die Schweiz die deutschen  Kurzzeitkennzeichen, wenn die Versicherung auch das Schweizer Gebiet  abdeckt.
Erst dachte ich, kein Problem, ruf einfach Deinen  Versicherungsfachmann an....nachdem der Dritte mitteilte, dass die  Versicherung nur in DE gilt, habe ich beim ADAC angerufen. Siehe da, für 33 Euro gilt der Schutz EU-weit (und auch in der Schweiz).

Wo habe ich alles angerufen (ein oder mehrfach, evtl. nicht vollständig):
Deutscher Zoll
Schweizer Zoll
Schweizer Autobahn- und Kantons-Polizei
Zulassungsstelle
TÜV
Verzollungsbüro, die für mich auch eine Spedition an der Grenze angerufen haben
Diverse Versicherungen
ADAC.....


Was mir nur durch Zufall mitgeteilt wurde, war dass man Fahrzeuge zur  Ausfuhr beim Schweizer Zoll anmelden muss. Das Formular gibt es nur bei  der Zollstelle, aber man sollte selbst wissen, wie es auszufüllen ist  (oder eine Spedition vor Ort an der Hand haben).

CH001
CH002
CH003
CH004

21.07.2012


Wir sind wieder mit dem Jeep in die Schweiz gefahren. Einen Teil des  Kaufpreises hatte ich angezahlt, einen Teil überwiesen und den Rest  hatte ich in Bar dabei (alles in Euro).
Wie vereinbart hatten wir den Verkäufer beim Grenzübertritt angeklingelt, waren aber erschrocken, als wir am Bus ankamen, dass keiner da war. Na gut, rufen wir noch mal an,  aber keiner geht ran. Hmmm, erstmal Klo für die Frau gesucht...
Nach  der Rückkehr war der Bus weg.....in der Werkstatt nebenan zum  Räderwechsel. Ich hatte zwei Räder mitgebracht, da einer der vorderen  durch die Sonne Risse bekommen hatte. Das war mir für die Heimfahrt zu  riskant.
Nun wusste ich, dass der Schweizer Zoll samstags um 13 Uhr  schließt. Also waren wir etwas unter Zeitdruck. Also schnell noch tanken (war sogar im Endeffekt 2 ct billiger als in DE) und ab zur Grenze.  Dort sind wir um 11:40 angekommen. Neben, wo die LKW abgefertigt werden, haben wir uns einen Parkplatz in der Nähe der Zollstation gesucht.  Deutsche und Schweizer in einem Gebäude nebeneinander. Ich also erstmal  zum 2. CH-Schalter (der erste war die Kasse).
“Ich möchte ein Fahrzeug ausführen”€...Der Beamte schaut erstmal vorwurfsvoll auf die Uhr.
“Haben Sie die Zollpapiere?”
“Ich habe mich erkundigt, das gibt es nur hier am Schalter!” Er schaut  grimmig und erhebt sich dann gnädigerweise und geht durchs Büro an ein  Regal und holt den Antrag.”Gehen Sie bitte zum Ausfüllen auf die Andere Seite vom Gang”€... ok, er wollte mir wohl beim Schreiben nicht zusehen. Ich habe also ausgefüllt, was mir so eingefallen ist und bin wieder  zurück.
“Das geht so nicht, das müssen Sie von einer Spedition ausfüllen lassen”.

“wo ist eine?”€
“Am Samstag Überhaupt nicht!”€
“Können Sie einem Privatmann, der einmalig ein Fahrzeug exportieren will nicht mal behilflich sein?”€
Nach einigen Diskussionen mit seinen Kollegen und dem Hinweis, dass etwas so aufwendiges bei diesem Betrieb viel zu lange dauern würde (wir waren zu der Zeit alleine in dem langen Gang) hat er gesagt, wenn ich 22.50 SFr  für eine Viertelstunde Beratung bezahle, könne er das machen.
Also  habe ich brav am Schalter 1 bezahlt und bin wieder zu Ihm hin, die  Quittung durchs Fensterchen zu reichen (Der Kassierer sitzt zwei Stühle  weiter, ohne Trennwand!)
Natürlich muss ich auf der anderen Seite des Ganges warten, aber auch von da sieht man, dass er keine Ahnung hat.  Naja, mit Hilfe von Kopfkratzen, Computer und Kollegen hat er dann wohl  noch drei Felder ausgefüllt (hätte mir eigentlich klar sein können, dass man die passende Zolltarifnummer haben muss.
Zwischendurch durfte  ich noch zweimal ans Fensterchen kommen, um ihm in den Schweizer  KFZ-Papieren das Leergewicht zu zeigen und im Kaufvertrag den Preis.
Nachdem das nun erledigt war, bin ich nebenan zum deutschen Zöllner.
“Ich möchte ein Fahrzeug einführen”€
“Gewerblich oder privat?”
“Privat!”€
“Dann sind Sie hier falsch. Sie müssen in das Gebäude gegenüber”€
Das Gebäude hat viele Türen, die aber alle nur von innen aufgehen. Nach  einem Rundgang und gefühlten 100 Türen habe ich einen Eingang gefunden.
“Kann ich Ihnen Helfen?”€ fragt ein freundlicher deutscher Zöllner.
Er nimmt die Unterlagen, sagt es würde nicht lange dauern und bat mich  Platz zu nehmen. Ich nur kurz aufs Klo. Als ich zurückkomme drückt er  mir den Zettel für die Kasse in die Hand (ja, 19 MwSt muss man trotzdem  zahlen, wegen des Zusatzes im Vertrag war klar, dass kein Zoll anfällt). Ich kurz bezahlt, auf der anderen Seite die Papiere geholt und durch  eine der naheliegenden Türen  zurück zum Bus.
So, jetzt schnell auf  deutsches Hoheitsgebiet. Bei der Ausfahrt aus dem  Zollgebiet fragt der  Beamte nach dem Laufzettel. Hääää??? was für einen  Laufzettel? Ich hab nur das..und reiche ihm die Papiere vom deutschen  Zoll. Die lässt er  erstmal fallen (das Häuschen ist für das Busfenster etwas zu hoch. Also Beifahrer raus, die Papiere eingesammelt und mit der Bemerkung, dass  der Jeep hinter uns zu mir gehört weitergefahren.
Nun erstmal was zu  essen suchen, was wir dann beim Pearl Outlet fanden.  Mit dem  mitgebrachten Gutschein war das Essen richtig billig und von der Menge  her dem Preis angemessen. Ich kann das aber nicht empfehlen, da man dort natürlich doch noch was kauft, was man eigentlich nicht braucht.
Ach ja,  Zurücksenden geht nur auf eigene Kosten, oder Rückgabe im Laden. Die  haben mit dem Versand nix zu tun. Das Geld wird dann aber auf dem Kundenkonto gutgeschrieben und nur auf Antrag zurückerstattet.
Den Laufzettel vom Schweizer Zoll habe ich dann zu hause gefunden.
Danach sind wir erstmal nach Hause und haben den Bus vollgetankt.

CH005
CH006

23.07.2012

Morgens rufe ich meinen GTÜ Spezi an um dann zu erfahren, dass nur der TÜV die Vollabnahme und Ablastung machen darf.
Also bin ich direkt zum TÜV gefahren.
“Haben Sie eine ABE oder ein Datenblatt?”
Man war sehr bemüht und wohlwollend! Nachdem auch IVECO keine Unterlagen  liefern kann, haben wir uns darauf geeinigt, dass ich die Briefkopie  eines Vergleichsfahrzeuges beibringe (Die zwei Briefe vom 130R81 haben  nicht  gereicht, da es ja ein 160R81 ist).
Es gab ein paar Dinge, Über die er nicht hinwegsehen konnte. Für eine Vollabnahme sind keine geringen Mängel vorgesehen.
Gummibalg am Spurstangenkopf kaputt, Halteband am Heizöltank abgerissen, ein  Träger unterm Kofferraum durch, der Rahmen über den Luftkesseln  aufgequollen (altes R81 Leiden) und die Aufschlagpuffer auf den Federn  sind bröselig bzw. ganz weg.
Bei der Gasanlage habe ich gesagt, dass sie komplett erneuert wird. Das war für ihn ok.
Vom Gewicht sah er auch keine Probleme mit der Ablastung. Die Klappsitze  hinten waren ihm nicht gut genug befestigt. Also würde er mir so nur  zwei Sitze eintragen. Dass es keine Gurte gibt, war ok.
Da er mir das Fahrzeug so nicht abnehmen konnte, hat er die Mangelpunkte und die  hervorragenden Bremswerte auf meinen Block geschrieben und mir kein Geld abgenommen.

Ich bin also in die Werkstatt meines Vertrauens  gefahren und habe mit dem Chef zusammen einen “Basteltag”€ eingelegt.  Alle Mängelpunkte beseitigt und auch gleich Bremsfluid gewechselt.
Es befand sich noch Flüssigkeit in der Luft. Letzter Wechsel laut Aufkleber 1996!.
Abgeschmiert hab ich ihn auch gleich, wenn man schon mal auf der Grube ist.

Da dort noch mein alter Bus ohne Motor vor der Halle auf Böcken steht (ich hatte ja zwei Räder geholt), haben wir den wieder auf Räder gestellt  und endlich mal beiseite geschoben. Da wir den alten nicht mehr fahren  werden, habe ich dann den Bus komplett ausgeräumt. Beginn 20 Uhr Ende 22 Uhr mit der Aussicht noch 1,5 Stunden nach Hause fahren zu dürfen. Der  Chef war mittlerweile unterwegs und die Tankstellenkraft hat brav das  Hoftor abgeschlossen. Mit soviel Dummheit hatte ich nicht gerechnet,  somal sie beim Weggehen noch zu mir rübergeguckt hat. Als ich weg will,  stehe ich fix und fertig, hungrig und ausgepowert vor dem verschlossenen Tor und keiner geht ans Telefon..Um 22:40 komme ich dann endlich raus  und fahre entnervt nach Hause.


Es ist schon erstaunlich, was wir alles so durch Europa kutschiert haben, ohne das wirklich bewusst dabei zu haben.
Beim Ausräumen haben wir den ganzen Hof vollgestellt, um mal alles neu zu sortieren.

17.8.2012

Wieder mal zum TÜV. Diesmal habe ich vorher mit dem Chef der Dienststelle  telefoniert und einen Termin ausgemacht. Leider kann das H-Gutachten  nicht gleich mitgemacht werden, da dieses erst in dem fälligen Monat  gemacht werden kann.
Es gibt Zulassungsstellen, die vergeben das H in dem betreffenden Jahr, andere in dem Monat und ausgerechnet Darmstadt  (bzw. Hessen) macht’s nur taggenau, also am 22.10.

Also beim TÜV  nur Vollabnahme, Ablasten und AU in einem. Also Bus gleich in die Halle  und nach einigen Versuchen ha’s mit der AU auch geklappt. Dann einmal  ums Haus und rein ins Büro, die Papiere fertig machen.
Nach einer  Weile meinte er dann, “in 10 Minuten sind wir fertig”. Darauf sage  ich, ich gehe dann solange nach nebenan eine Nummer bei der  Zulassungsstelle ziehen.
Nee, sagt er, wir sind doch in Hessen! Da müssen Sie erst die Papiere nach Marburg schicken!
Das dauert so 2-3 Tage und kostet 39,80 Euro für die Erteilung einer Betriebserlaubnis.

Also ich nach Hause, per paypal bezahlt und die ganzen Papiere eingescannt  (incl. Ausweis) und per mail an den Kreis Marburg-Biedenkopf geschickt.  Mal sehn, wie lange es dauert.

22.08.2012


Die Papier aus Marburg sind da. Kennzeichen sind reserviert und auch die Versicherungsnummer vorhanden.
Also fahre ich mit dem Auto zur Zulassungsstelle, die Mittwochs von 15 bis  18 Uhr auf hat. Den ersten Anschiss gib’s, weil ich die Kennzeichen auf  den Tisch gelegt habe (genau auf das Schild, auf dem steht, man müsse sie auf den Boden legen).
Der alte Bus ist schnell abgemeldet. .
Bei  der Durchsicht der Papiere vom Neuen kommt die Frage, ob das Fahrzeug  bereits abgenommen worden sei (Prüfung Fahrgestellnummer, Typenschild  etc.)
Ich sage, hat doch alles der TÜV gemacht und selbst bei drei Anrufen bei der Zulassungsstelle hat mir das keiner gesagt!
Egal, Fahrzeug muss vorgeführt werden. Und wie kriege ich das dort hin, kann  ich dafür die neuen Kennzeichen verwenden? (die vom Alten waren ja schon entstempelt)

NEIN!

Aha. Und ausserdem müsste ich vor 17:30 wieder da sein, da man danach die Tür verschliesst.
Ok, 45 min. zweimal quer durch Darmstadt, das wird nix.
Na mal sehn, ob es morgen früh klapp.....

Irgendjemand im Forum hat mal gesagt, die Wohnbussler seien besonders leidensfähig...ich merks grad wieder mal!

Am Donnerstag früh ist es dann endlich soweit. Um 7:30 öffnet die Zulassungsstelle.
Nummer gezogen....hoffentlich nicht wieder zur Frau Lustig (Name geändert), die war tags zuvor ganz anders als ihr Name...
Nein, ich komme zur Nachbarin. “Haben Sie das Fahrzeug dabei?”€ “Jawohl”€  ”Dann fahren Sie es mal vor das Fenster da vorne”€ (den Abnahmeschalter  hat man geschlossen. Daher muss jetzt jeder Sachbearbeiter selber gucken und Stempel kleben) “Den Bus?”€ frag ich, ”der steht direkt  gegenüber und ist wohl etwas zu groß für vor’s Fenster”€ “Oh das hab  ich nicht gewusst”€ (klar hat Sie, dem TÜV-Bericht lag ein Foto bei und  sie hatte gerade alle Unterlagen durchgeblättert)

“Geben Sie mir mal die EVB Nummer”€. ”Die gilt nicht für Saisonkennzeichen”€ ...(es wär ja auch zu schön gewesen)

“Gehen Sie schon mal raus ich komme gleich nach”€

Ich hab die Zeit genutzt um von der Versicherung eine neue EVB zu bekommen. (Da das H erst im Oktober zu kriegen ist, wollte ich nicht die hohe  Steuer fürs ganze Jahr bezahlen, deshalb Saison 08-10)

Da ich das Kennzeichen reserviert hatte, konnte ich gleich 5 Kennzeichen machen  lassen ( 3 mit H, 2 mit Saison), so hat jedes nur 3 Euro gekostet.

Reserviert...ja, ich hätte gerne R 81 gehabt. Aber leider muss man in Darmstadt Stadt  zwei Buchstaben und drei Ziffern haben. Daher
habe ich mich für DA MR 813 *gewählt. Magirus R 81 der 3.

Die letzte Frage “Haben Sie die Schilder dabei?”€ habe ich mit “Die sind am  Fahrzeug!”€ beantwortet. Die Standardantwort hat sie sich dann doch  verkniffen (oder nicht mehr getraut) und ist raus, die Plaketten  ankleben.


To be continued.

23.09.2012

Es wird Zeit, sich mal um das total verdreckte Dach zu kümmern.
Der Bus hat jahrelang unter einem Baum gestanden und ist wohl nie gewaschen worden. Zunächst hab ich es mit Caravanreiniger und ner Wurzelbürste  versucht. Das ist tierisch anstrengend und das Ergebnis nicht  überzeugend. Zum Glück hat meine bessere Hälfte noch Industriereiniger  gebunkert. Den hab ich dann 1:2 mit Wasser verdünnt in eine Sprühflasche gefüllt. Mit Stahlwolle und der Chemie (natürlich mit Gummihandschuhen) rutsche ich auf Knien übers Dach und schrubbe es komplett ab. Eine  Leiter brauche ich nicht, da Fensterbank und Dach eine Höhe haben und  der Bus direkt am Haus steht. Nach dem Schrubben, noch mal mit der  Busbürste nachwaschen und mit dem Schlauch abspülen, damit die Chemie  nicht zuviel ätzt. Jetzt sehe ich wenigstens, wo am Dach die Farbe bzw.  das Repaband ausgebessert werden müssen. Das muss auf jeden Fall noch  vor dem Winter passieren. Einer der Vorbesitzer hat ziemlich viele  Löcher ins Dach gemacht und alles recht grosszügig mit Silikon  abgedichtet, sogar über den Dreck vom Baum. Das muss alles ab und neu  gemacht werden, damit kein Wasser drunter kriecht.

Nachdem das  Dach wieder weiss ist, muss der Bus und die Hauswand noch gewaschen  werden, damit sich hier nix festsetzt bzw. die Ablaufstreifen  abgewaschen werden.


Nachdem nun die Prioritäten eine Woche  woanders hin verlagert wurden, habe ich mich dieses Wochenende (1.9.)  wieder dem Bus gewidmet.

- Batterie mal wieder geladen
- Heizöltank und Haltebänder entrostet und lackiert
- Im hinteren Bereich die vergilbte Farbe mit weiss überstrichen
- Hintere Lüftungsklappen demontiert zum Lackieren
- Bettgestell zurecht geflext und grundiert
- Dachlüfter demontiert und gereinigt
- Hintere Lampen demontiert, gereinigt und wieder montiert
- Im Bereich des Betts die Wandteppiche entfernt
- Deckenteppich im hinteren Bereich mit Schaum gereinigt


Am Wochenende (8.9.) habe ich innen den Rest ausgeräumt und ALLES  saubergemacht, auch die Fenster geputzt, damit wir die Woche drauf nach  Kapellen-Drusweiler zum Treffen fahren können.

Auch habe ich den  Heizöltank, der inzwischen wieder Farbe außen rum aufweist, wieder  eingebaut und dabei die Doppelhohlschraube abgerissen. Leider gibt es  solche mit langer Ansaugung nicht, also nehme ich eine Kurze und fülle  Heizöl ein.
Prima, die Standheizung startet mit frischem Filter und  brennt auch unter einiger Qualmentwicklung. Ich will sie eine weile  laufen lassen, damit sie wieder frei brennt, aber da habe ich die  Rechnung ohne die Starterbatterien gemacht. Da der Bus direkt an der  Hauswand steht, komme ich nur sehr schlecht an die Batterien ran. Zum  Glück habe ich ja ein 24 V Ladegerät und ein langes Kabel.
Also  erstmal die Batterien geladen, damit ich wenigstens soweit zurückfahren  kann, um die Batterien zu tauschen. Leider lässt sich danach die  Standheizung zwar einschalten, der Brennvorgang startet aber nicht. Da  ist wohl doch eine Wartung erforderlich.

Die Fahrt nach Kapellen ist dann irgendwie doch in die Hose gegangen.
Geplant war ja nur eine Tagestour, da ja noch kein Bett im Bus ist. Wir sind  also am Samstag morgen voller Freude Richtung Süden gestartet. Das Wetter wird immer besser. Wir fahren erst nach Frankreich zum Tanken, da der  Diesel hier “nur”€ 1,399 Euro kostet. Also Tank und Kanister gefüllt  und 192 Euro gelatzt. Auf dem Weg nach Kapellen kommen uns die Kollegen  vom Treffen im Oldtimerbus entgegen, auf dem Weg ins Omnibusmuseum.

Bevor wir zum Treffen kommen, erreicht uns ein Anruf, dass wir wieder nach  Hause müssen. Unser netter neuer Nachbar hat das mit dem Grenzverlauf  und den Eigentumsverhältnissen nicht so ganz verstanden, also müssen wir die gerade erst sehr teuer restaurierte Hütte verteidigen.

Tja,  einmal Tanken in F und wieder zurück. Eigentlich teuer, aber es war doch toll endlich mal mit dem neuen Bus eine etwas grössere Strecke zu  fahren.

CH007
CH008
CH009

 

29.09.2012


Nachdem der Bus 2 Wochen gestanden hat, ist nur noch wenig Luft drin. Ich hatte ja zwischenzeitlich das Reifenventil vom Luftfüller gegen eine  Druckluftkupplung getauscht. Mit einem Doppelnippel und dem elektrischen Kompressor gibt’s erst mal Luft aufs Kärnchen.
Danach geht’s mal  wieder in die Werkstatt. Eigentlich will ich die Kardanwelle tauschen,  da eine neue beim Bus dabei war. Er vibriert so zwischen 70 und 90.
Wenn man auskuppelt is Ruhe. Die Idee mal eben mit dem Schlagschrauber die  Schrauben zu lösen hat sich schnell erledigt. Man kommt nicht mal mit  nem Ringschlüssel dran. Nur Gabel- (Maulschlüssel) geht. Also Schrauben  eingesprüht (kann ja nix schaden) hab ich an der Achseite versucht die  Schrauben zu lösen.
Gefühlt hat sich der Schlüssel aufgebogen. Also  auf den Meister warten, der kann’s vielleicht besser. Klar kann er! Er  geht an die Getriebeseite und knack, knack, knack gehen alle Schrauben  auf. Was mich tröstet, er kriegt die anderen auch nicht auf. Wir  beschließen die Aktion abzubrechen, um erst sicherzustellen, dass genug neue Schrauben und Muttern da sind.

Jetzt kam mir die Idee, die  Reifen könnten ja vom vielen stehen unrund laufen. So haben wir die  Reifen vom alten Bus draufgemacht. Die sind genauso alt, aber haben  schon 50TKM gelaufen. Er läuft etwas ruhiger, aber das vibrieren ist  immer noch da.

Wenigstens habe ich die Zeit auf der Grube  genutzt, um das unterm Bus versprühte Zink überzulackieren. Der TÜV Mann muss ja nicht darauf hingewiesen werden, wo alles repariert wurde.

Zwischenzeitlich hab ich auch noch einen neuen Fehler gefunden. Dass das Standlicht  nicht einzeln schaltbar ist, hab ich ja gewusst. Wenn ich aber das  Deckenlicht über dem Fahrerplatz anmache, geht draußen das Fahrlicht  an.


Das Wochenende drauf ist fürs Haus reserviert. Ich baue  eine komplette Verkleidung um den Freisitz, dass hier im Winter die  Blumen geschätzt untergebracht werden können.


11.10. 2012
Morgens gleich zum TÜV, das H- Gutachten machen lassen.
Hatte mir vorher Termin beim ehemaligen Prüfer geben lassen (Chef der Niederlassung).

Die Standheizung signalisiert mir, dass es ihr bei 0 Grad eigentlich zu kalt ist.
Der Bus springt aber super an.

Beim TÜV war alles ganz easy. Nachdem ich trotz Termin fast ne halbe Stunde  warten musste, gab’s nur nen Bremsentest und ein Besichtigungsrundgang  in der Grube. Der Rest war nur Papierkram.

Weil die  Zulassungsstelle gleich nebenan ist, hab ich versucht, den Bus gleich  umschreiben zu lassen. Leider sind in Hessen die Computer so  programmiert, dass die Eintragung erst am “Geburtstag” eingegeben werden können. Als ob bei 30 Jahren der Monat eine Rolle spielt.

Dann muss es eben noch eineinhalb Wochen warten und der Bus wird erstmal ausgelagert, um
hier die Parksituation zu entstressen.

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